Die Geschichte von Zandvoort

wappen zandvoort

Zandvoort als Fischersiedlung

Vor mehr als 900 Jahren entstand an der holländischen Küste eine kleines Fischerdorf namens „Sandevoerde“, übersetzt „Furt in den Dünen“. Es gab zwar keinen Hafen, aber ein geflutetes Gebiet zwischen der Siedlung und dem Meer, so dass die Fischer leicht zum Wasser vordringen konnten. Nach der Rückkehr wurden die Boote die Dünen hochgezogen, um sie vor der Flut in Sicherheit zu bringen. Die drei Fische im Wappen von Zandvoort erinnern noch heute an seine Vergangenheit als Fischersiedlung. Wer näheres erfahren will, kann an einer sogenannten Sloppies-Wanderung teilnehmen (mit oder auch ohne Stadtführer), die entlang der historischen Fischerhäuschen führt. Veranstaltet wird der Rundgang vom VVV Zandvoort.

Zandvoort im 19. Jahrhundert

Jahrhundertelang lebte das Dorf vom Fischfang. Im 19. Jahrhundert wurde dann der Kartoffelanbau als neue Einnahmequelle entdeckt. Durch künstliches Absenken des Grundwasserspiegels wurden die gefluteten Dünen trockengelegt und damit neue Anbauflächen erschlossen.

Die bis heute wichtigste Einnahmequelle entstand um 1830: Das Seebaden kam als Heilmethode in Mode und Zandvoort entwickelte sich zu einem international bekannten Badeort. Viele berühmte Persönlichkeiten, wie zum Beispiel die österreichische Kaiserin Sisi, kamen zur Erholung nach Zandvoort. Die kleine Stadt am Meer wurde schnell als Urlaubsziel und Badeparadies bekannt. Die ersten Hotels, Villen und Tourismusgeschäfte entstanden noch vor der Jahrhundertwerde. Eine direkte Bahnverbindung bis nach Basel in der Schweiz unterstützte diese Entwicklung maßgeblich und brachte regelmäßig neue Touristen nach Zandvoort.

Zandvoort im 2. Weltkrieg

Bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges wuchs Zandvoort stetig. Der Krieg machte schlagartig Schluss mit dem neu entstandenen Urlaubsidyll am Meer. 1942 wurde Zandvoort von deutschen Soldaten besetzt. Die Besatzer machten die Stadt regelrecht dem Erdboden gleich. Ein Großteil der Strandpromenade wurde abgerissen, Badehäuser und Hotels verschwanden, statt dessen wurden zahlreiche Betonbunker und Raketenabschussbasen gebaut. Damit sollten Angriffe vom Meer abgewehrt werden. Die Anlagen waren Teil des sogenannten Atlantikwall, einer Verteidigungslinie der Deutschen, die von Norwegen bis an die spanische Grenze reichte. Auch heute sind in den Dünen um Zandvoort noch viele Bunker aus dem 2. Weltkrieg zu finden. Teilweise können diese auch besichtigt werden – der VVV Zandvoort bietet regelmäßig geführte Bunkertouren an.

Zandvoort heute

Nach Ende des Krieges erholte sich Zandvoort verblüffend schnell wieder von der immensen Zerstörung. Neue Hotels und Wohnungen mit Meeresblick entstanden, ein neuer Wasserturm wurde gebaut. 1948 schon wurde der Circuit Park Zandvoort in Betrieb genommen, eine bis heute einzigartige Rennstrecke durch die Dünen Zandvoorts, direkt am Meer. Noch heute sind die Besucher und Badegäste die wichtigste Einnahmequelle – fast die Hälfte aller Arbeitsplätze in Zandvoort steht in Verbindung mit dem Tourismus.

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